Beziehungen anders verstehen

Beziehungen können ganz schön herausfordernd sein: Manchmal fragt man sich, was eine ungesunde und gesunde Beziehung eigentlich ausmacht. Wie können wir uns davor schützen uns selbst in ihr zu verlieren und wie kann sie uns gleichzeitig dabei helfen uns selbst zu finden?

Kennenlernen

Als ich dich kennenlernte war ich überwältigt von deinem Wesen, deinen Werten und dem Bild, was du mir von mir selbst gespiegelt hast. Nicht nur, dass du meine Stärken sahst, die ich zu dem Zeitpunkt selbst nicht sehen konnte, du akzeptiertest mich auch in meinen Schwächen, die ich eigentlich ebenfalls versucht hatte zu verstecken. Hinter meiner Fassade erkanntest du mein Wesen und dadurch fühlte ich mich so gesehen, wie noch nie in meinem Leben. Ich gewann dadurch den Mut mich mehr und mehr in meinem authentischen Selbst zeigen zu können, nachdem meine Strategie eigentlich seit Jahren war, mich zurückzunehmen und anzupassen.

Als ich dich am Anfang unserer Beziehung fragte, welche Werte für dich wichtig seien, sagtest du mir, dass du unheimlich darauf Wert legen würdest, dass man sich in einer Beziehung in seinen Potentialen „supportet“. Ebenso, dass man sich gegenseitig die Freiheit lässt, diese Potentiale auszuprobieren und zu entwickeln. Diese Kombination, gepaart mit der Sicherheit, die ich in unserer Beziehung verspürte, ließ mich wachsen und gab mir den Raum mich nicht nur in dich zu verlieben, sondern auch in mich selbst.

Beziehungen
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Dysbalancen in Beziehungen überwinden

Nachdem ich einige sehr ungesunde Beziehungen geführt hatte und auch wir unsere Phasen hatten, in denen trotz allem eine große Dysbalance herrschte, weiß ich das Beziehungsumfeld, in dem ich mich nun mit dir nach 6 Jahren bewege, sehr zu schätzen.

Auch wenn wir uns immer wieder durch Konflikte mal für kurze Zeit verlieren, finden wir immer wieder zueinander, um unsere Liebe stetig weiter wachsen zu lassen.

Ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen, weil man so oft von “toxischen” Beziehungen liest und wie man sie erkennt, aber selten einen Eindruck davon bekommt, wie gut funktionierende Beziehungen laufen können. Versteht mich nicht falsch, bei uns läuft mit großer Sicherheit auch nicht immer alles perfekt. Im Gegenteil, manchmal kann es ganz schön krachen.

Aber es ist die Einstellung, mit der wir solchen Konflikten begegnen, die sich so wohltuend anfühlt. Konflikte als Chance zu sehen, sich noch besser kennenzulernen und aus einem neu ausgehandeltem Nenner wieder eine tiefere Bindungsebene kreieren zu können.

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Weggefährte

Ich weiß nicht, ob wir für immer zusammenbleiben, auch wenn sich die Romantikerin in mir und die eben durch Disney Filme und co. sozialisierte Luisa sich so wünschen würde.

Aber ich brauche auch mittlerweile gar keine Antwort mehr darauf, denn egal was kommt, die vergangenen 6 Jahre waren so wertvoll für meine eigene Entwicklung und das Kennenlernen unabhängiger Liebe, dass ich sie für immer in meinem Herzen tragen werde.

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Autonomie und Selbstverantwortung in Beziehungen bewahren

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine funktionierende Beziehung ist aus meiner Sicht, sich seine Autonomie und seine Selbstverantwortung zu bewahren und sich selbst nicht zu verlieren, sondern Beziehungen zu nutzen, um zu erkennen, wann etwas in uns geheilt werden darf. Wenn wir wütend in unserer Beziehung werden, dürfen wir uns hinterfragen ob es nur um das Verhalten unseres Partners geht oder ob wir uns vielleicht selbst etwas verwehren. Wenn wir traurig in unserer Beziehung werden, geht es oft mehr darum zu hinterfragen ob es wirklich der Partner ist, der diese Traurigkeit in uns auslöst oder ob er nur eine alte Wunde trifft und somit die Spitze eines Eisberges. Gleichzeitig ist es auch wichtig, sich von Vorwürfen frei zu machen, wie: “du hast mir angetan, und deswegen fühle ich mich so..” hin zu: “Dein Verhalten, hat jenes in mir ausgelöst. Ich brauche jetzt…”, um damit Selbstverantwortung für sich zu übernehmen und mehr Handlungsmacht zurückzuerhalten.

Das ich den Weg zu mir selbst gegangen bin, liegt nicht daran, dass ich meinem Freund begegnet bin und nur durch ihn wachsen konnte. Er war eine große Unterstützung aber die innere Arbeit konnte nur ICH tun. Man braucht also nicht unbedingt einen Partner, um den Weg zu sich selbst zu finden.

Wenn wir Beziehungen, als Spiegel nutzen, um uns unsere Wunden und unsere Potentiale zu zeigen, können wir daran wachsen. Dabei ist es egal ob es eine Liebesbeziehung oder eine Beziehung zu einer Freundin oder einem Familienmitglied ist. Denn wichtig ist, eine enge Bindung einzugehen und anderen und einem selbst so nahe zu kommen, dass man seine Muster erkennen und hinterfragen kann.

Warte also nicht darauf, dir erst Liebe zu schenken, wenn es ein Partner tut. Denn dann gibst du die Verantwortung, in deinem Leben glücklich zu sein, komplett ab und wirst so abhängig von den Reaktionen deines Gegenübers sein.

Verharre aber auch nicht in Beziehungen, die dir nicht gut tun, deinen Selbstwert schmälern und dir auf lange Sicht mehr Energie rauben als geben. Wir halten viel zu oft an Luftschlössern fest und machen uns dadurch abhängig von einem Potential, was wir in unserer Beziehung sehen, ohne das es tatsächlich Realität ist. Schaffe dir stattdessen selbst einen Zugang zu deinem inneren Wert und hinterfrage dich ob du in deiner Beziehung mehr glückliche und friedliche Momente erlebst oder dein sowieso schon überreiztes Nervensystem nur noch mehr belastet wird.

Schaffe dir also eine gute Balance, zwischen Autonomie und Bindung für dein Seelenwohl. Ich weiß, dass klingt erstmal alles leichter gesagt als getan und bedarf manchmal ganz schön viel Arbeit, je nachdem wie wir Autonomie und Bindung in unseren ersten engen (Liebes-)Beziehungen und auch bei unseren Eltern erfahren haben. Der Weg ist nicht immer leicht, denn man muss erstmal durch den Schmerz gehen, bevor man zu dem Punkt seines inneren Leuchtens kommt. Doch wir sind alle dazu in der Lage, diesen Weg zu gehen. Manche brauchen dafür länger und mehr Unterstützung, bei manchen klappt es schneller. Doch eins ist klar, es ist eine Lebensaufgabe.

Veränderung ist möglich. Lass dir das von jemanden gesagt sein, der selbst noch vor 5 Jahren zu einer Freundin sagte, dass sie sich selbst nicht mag. Nun ist die wichtigste Beziehung, die Beziehung zu mir selbst geworden. Der Weg dahin ist sich zu reflektieren, zu verinnerlichen und Verhaltensweisen so anzupassen, dass man sich wohl fühlt. Außerdem ist es wichtig, dass Ganze zu Wiederholen bis wir aus vollem Herzen lächelnd in den Spiegel schauen können. Beziehungen können dich dabei nicht retten aber sie können dein Experimentierraum sein. Ebenso wie deine Sexualität, denn sie zeigt dir ganz genau, wie du mit dir selbst umgehst und dich in engen (Ver-)Bindungen verhältst, die wir beim Sex nun mal eingehen.

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Schlüsselpersonen erkennen und Schaltermomente erleben

Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Schlüsselpersonen (oder vielleicht resoniert das Wort “Engel” auch mehr mit dir) haben, die uns im Leben begegnen, um uns dabei zu unterstützen auf die nächste Entwicklungsstufe zu kommen und somit helfen, mehr zu uns selbst zu finden.

Das kann jemand sein, wie mein Freund, bei dem ich ausgewählt habe, dass er für längere Zeit an meiner Seite ist. Das kann aber auch eine Person sein, die mir nur kurz begegnet oder mich nur auf einen bestimmten Lebensabschnitt begleitet und entweder durch gezeigte Liebe oder verursachtem Schmerz, etwas in mir “shiftet”.

Es sind oft diese Schlüsselpersonen, durch die wir ggf. eine Situation, eine Emotion oder eine Erfahrung machen können und die in Folge dessen einen Schalter in uns umlegt. Ab dann können wir uns plötzlich wieder selbst und/ oder die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Reflektiere doch mal Für dich selbst, was deine Schlüsselpersonen und Schlüsselmomente in deiner Entwicklung waren. Und versuchen vielleicht auch auf die Schmerzhaften Erinnerungen einen anderen Blick zu werfen, um zu verstehen, dass dir all das helfen soll, damit du lernst dich zu lieben und die Liebe wieder nach außen zu strahlen.

Damit wir dann wiederum gemeinsam eine bessere Welt gestalten können, die wieder mehr damit in Balance sind, wonach wir uns alle innerlich sehen: ein heilsame, friedliche und liebevolle Welt.

Nach der Verliebtheitsphase zeigt sich meistens, ob es nur der Hormoncocktail war, oder man wirklich zueinander passt


Lust auf eine Veränderung?

Ich merke, dass immer wieder Menschen zu mir kommen, die kurz vor einer Trennung stehen oder sich gerade getrennt haben und eine neue Perspektive auf das Thema Beziehung brauchen. Das war, neben meiner eigenen Beziehung und meinem Jahrestag, die Inspiration für diesen Blogartikel.

Brauchst du individuelle Unterstützung für dich oder deine Beziehung? Spüre gerne mal in dich hinein, ob ich eine Schlüsselperson für dich sein kann und dich für eine Zeit begleiten darf. Melde dich gerne bei mir und wir schauen in einem kostenlosen Erstgespräch ob unsere Energien miteinander matchen.

oder

Hast du dich gerade von deinem Partner getrennt und möchtest dich wieder öffnen für eine neue Partnerschaft, oder bist du schon in einer neuen Partnerschaft, aber hast noch das Gefühl, immer wieder in ungesunden Vergleichsspiralen zu hängen? Dann nimm doch an meinem Yoni-Workshop “Yonivers: Deine Yoni-Reinigung” am 08.09 teil und befreie dich von den alten Energien deines Expartners und/oder löse Energieblockaden die deine Lust, deine Selbstwertschätzung und deine Kreativität hemmen. Mehr erfährst du am hier.

Love Luisa

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